
Emma Peters’ Mutter, Still Huber, war als wohlhabendes Mädchen aus reichem Hause in die Berge entführt worden. Als siebenjährige fanden ihre Verwandten Still Huber und brachten sie zurück in ihre alte Heimat – doch die jahrelange Misshandlung durch Emma Peters’ Vater hatte ihr schwere psychische Narben hinterlassen; schon das leiseste Geräusch ließ sie in Panik ausbrechen. Alle wandten sich gegen das Kind, das das Blut dieses Mannes in sich trug, und auch Emma selbst begann zu begreifen, dass sie in ihrer Mutterwelt nichts zu suchen hatte. Mutter und Tochter trugen sich gegenseitig im Herzen, doch mit jedem Tag entfernten sie sich weiter voneinander. Erst viele Jahre später gelang es ihnen, den inneren Knoten zu lösen und das unsichtbare Gefängnis zu verlassen, das sie seit über zwei Jahrzehnten gefangen hielt.