
In ihrem früheren Leben vertraute Melissa Schulz, die rechtmäßige Tochter des Herzogs von Zhenguo, den falschen Menschen. Sie wurde von ihrer unehelichen Halbschwester Nadine Schulz und dem Kronprinzen Ryder Roth gemeinsam ins Verderben gestürzt – ihre Familie fiel in Trümmer, sie selbst starb elend in der Verbotenen Stadt. Der Kriegsgott Quentin Keller, den sie ein Leben lang missverstanden hatte, fiel auf dem Schlachtfeld, während er ihre sterblichen Überreste beschützte. Im Moment ihres Todes, als sie seine blutgetränkte Gestalt erblickte, fraß die Reue an ihren Knochen. Ein plötzliches Erwachen. Melissa kehrte zurück zum Wendepunkt ihres Schicksals – jener Nacht, als sie manipuliert in Quintins Gemach gelockt wurde. Diesmal warf sie die Naivität ihrer verblendeten Herzen ab; in ihren Augen loderte nur noch die kalte Glut der Rache und die Obsession, ihre Familie zu schützen. Sie schlug ihm selbst ein Bündnis vor: „Ich helfe dir, die Macht zu ergreifen“ gegen „Du schützt meine Familie“. Doch sie wusste nicht, dass der Mann vor ihr, kalt nach außen und wahnsinnig im Inneren, bereits mit dem Gedächtnis zweier Leben zurückgekehrt war – eine Reise in beide Richtungen. Quentin Keller, scheinbar ein müßiger Prinz, den der Hof fürchtete, in Wahrheit der geheimnisvolle Anführer der dreizehn Geistergarden. Die Liebe und das Bedauern, die er im ersten Leben nicht aussprechen konnte, wurden in dieser Existenz zu einer unbändigen, besessenen Hingabe. Er legte seine Schachfiguren früh, versteckte Melissas Porträts, kannte ihre Tabus auswendig. Während sie Nadine, die weiße Lotusblüte, zerfetzte und gegen den scheinheiligen Ryder intrigierte, war er ihr unerschütterlicher Rückhalt. Ein Pfiff – die Geistergarden versammelten sich. Im Blitz der Klingen hallte seine wahnsinnige Liebeserklärung: „Wer sie anrührt, den zermalme ich unter den neun Himmeln.“ Mit dem Wissen ihres früheren Lebens wandelte Melissa Schritt für Schritt durch die Krise: Sie spaltete Ryder und Nadine, enthül