
Als Lena, die Jugendfreundin meines Mannes Walser, mich von einem Dach stieß, telefonierte er noch und mahnte mich, ihr dankbar zu sein. Ich dachte, ich würde auf der Stelle sterben – doch stattdessen war ich halb gelähmt. Lena war nicht zufrieden. Sie band mich an einen Stein und versenkte mich im See hinter der psychiatrischen Klinik. Sie dachte, sie wäre mich endlich los. Womit sie nicht gerechnet hatte … war, dass meine Seele ein Jahr später noch da war – gefangen in derselben Anstalt. Ein Jahr später schlug das Karma zu. Bei Lena wurde Nierenkrebs diagnostiziert. Walser erinnerte sich endlich an mich. Er stürmte mit einem Team von Leibwächtern in die Villa und flehte mich an, Lena eine Niere zu spenden. Er suchte überall, weil er dachte, ich würde mich verstecken. Aber ich war bereits tot. Schließlich ließ er den See trockenlegen … und fand meine Leiche auf dem Grund.